Huimatåbed

Heute war der erste Tag des Workshops, wegen dem wir ja überhaupt hier sind. Das hat auch bedeutet, früh aufzustehen, was meiner inneren Uhr eher noch etwas konträr läuft. Vom Workshop aber morgen mehr. Als gemeinsames Abendprogramm gab's etwas, was ich bis jetzt auf meinen inzwischen doch recht zahlreichen Aufenthalten in Nordthailand vermieden habe: Das Khantok-Dinner, der Allgäuer würde sagen „Huimatåbed“.

Khantok ist eine traditionelle nordthailändische Art des Essens; in unserem Fall natürlich „etwas“ touristisch aufbereitet. Man sitzt dazu auf dem Boden an einem ca. 30cm hohen Tisch und genießt diverse Häppchen, Gemüse und würzige Dips mit Klebreis und frittierten Schweinekrusten. Dazu werden diverse Tänze und ein bißchen artistische Aufführungen geboten (sozusagen der Heimatabend-Aspekt).

Das Khantok-Restaurant, in das wir geladen waren, war eine ziemlich große Angelegenheit, ich würde mal um die 40 Tische mit je so 8 Leuten rechnen, war also ziemlich was los. Zuvor konnte man sich noch ein bißchen Musik vom Thai-Hackbrett (so würde ich das Instrument zumindest einordnen) anhören und sensationelle Obst-und-Gemüse-Schnitzkunst bewundern (das sieht dann z.B. so oder so aus). Danach wurden leuchtende Ballons aus dünnem Papier (auf Thai „Khom Loy“; in der Wikipedia unter dem chinesischen „Kong-Ming“ zu finden) steigen gelassen. (Das wäre auch ein interessanter Importartikel, als UFO-Ersatz… In Schweden gibt's die sogar schon.)

Das Essen war leider unglaublich fad. Das meiste war mir schon von diversen Tafeleien im Riverside bekannt (“Chiang Mai Appetizers” heißt es da) und der Kontrast dazu war deutlich.

Noch putziger war das andere Zugeständnis ans westliche Publikum: unter den Tischen war der Boden nochmal kräftig abgesenkt, so daß man die Beine ganz normal wie auf einer Bank baumeln lassen konnte und nicht irgendwie unter oder nebem dem Körper wegfalten mußte… Eine der Thai-Teilnehmerinnen bestätigte mir, daß diese Kästen tatsächlich explizit für Farangs und alte Leute eingerichtet wurden. Ist aber schon praktisch, muß ich zugeben. 😉

Kommentar schreiben

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht angezeigt oder weitergegeben. Notwendige Felder sind mit * markiert.

This blog is kept spam free by WP-SpamFree.

blogoscoop