Hochschulfinanzierung in den nächsten Jahren wird eng

Wie reizend, in den nächsten Jahren muß an den Brandenburger Hochschulen weiter gespart werden. Das Budget wird zwar moderat wachsen, aber Pensionen und anderes schlucken das weg; im Endeffekt wird für die Globalzuweisungen (also die „normalen Haushaltsmittel“) weniger übrigbleiben. Die Potsdamer Neueste Nachrichten schreibt dazu:

Offiziell wächst der Etat für Wissenschaft zwar im Jahr 2015 im Vergleich zu 2012 um 18,8 Millionen auf 731,7 Euro an. Doch die Zahlen täuschen: Denn zum einen ist schon das Jahr 2012 kein gutes für die Hochschulen – sie müssen zwölf Millionen Euro im laufenden Betrieb sparen. Und selbst im Vergleich zu diesem Spar-Jahr bliebe bis Ende 2015 effektiv weniger übrig für die Hochschulen. Denn nach Abzug der Steigerungen bei Versorgungsleistungen für pensionierte Beamte, bei sonstigen Haushaltsgruppen wie dem Kirchen­staatsvertrag, den Zuweisungen für die Stiftung Schlösser und Gärten und für Bund-Länder-Programme, die von Brandenburg mit finanziert werden müssen, bleibt ein Minus von zwei Millionen Euro für die sogenannten globalen Zuweisungen an die Hochschulen.

Die Lausitzer Rundschau hat dazu auch einen kurzen Artikel, der aber nichts wesentlich neues enthält.

In diesem Lichte erscheint das Interview mit unserem Kanzler („Der Zustand ist alles andere als erfreulich“) von Mitte Dezember fast schon optimistisch.

Unter diesen Umständen finde ich eine Universitätsneugründen, gerade auch mit diesem sportlichen Zeitplan1, recht gefährlich. Sparen kann man dabei eigentlich nichts (das Personal und die Gebäude bleiben), und dank der unvermeidlichen Reibungsverluste, Neugestaltungen usw. bei der Umstrukturierung kann man einiges an Zeitaufwand, Ärger und Geld erwarten.


  1. Ich denke, hier gilt wie für viele Vorhaben: aus den drei Zielen schnell, billig, gut kann man sich maximal zwei aussuchen. []

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