Kurz was zur Univollversammlung

Heute war die erste Uni­versi­täts­voll­ver­sammlung in der Geschichte der BTU. Ziel war, den aktuellen Stand der Dinge und das weitere Vor­gehen vorzustellen und zu diskutieren. Die Vorlesungen haben vor kurzem begonnen, und so griffen einige Redner für die aus den „Semester­ferien“ Zurückgekehrten auch vergangene Highlights auf. Zu Wort kamen Vertreter aller wesentlichen Gruppen – Hochschulleitung, Studenten, wiss. Mittelbau, sonstige Mitarbeiter, Personalrat – und als Gast der Oberbürgermeister. Hier mal ein paar Punkte, die neu und/oder interessant sind, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Präsident Zimmerli heizte zu Beginn die Stimmung mit Suggestivfragen und Parolen kräftig an, was mir manchmal schon etwas sehr befremdlich vorkam. Ein paar neue Informationen gab es:

  • Wegen des zeitlichen Ablaufs bis zur Kabinettsvorlage (im Juni, wenn ich mich recht erinnere) muß ein Gegenvorschlag der BTU (und HSL) zumindest als Konzept Anfang Mai dem Ministerium übergeben werden. Die Hochschulleitung und Senat haben also nur noch wenig Zeit. Es gibt aber schon Entwürfe, die am Donnerstag im Senat diskutiert werden sollen.
  • Ziel ist, durch einen konstruktiven Gegenvorschlag die Reformbereitschaft (von innen heraus) zu signalisieren und bei den Landtagsabgeordneten „hinreichende Zweifel zu säen“, daß sie den MWFK-Vorschlag nicht einfach durchwinken.
  • Fr. Kunst hat einen Transformationsbeauftragen eingesetzt, der die weiteren Verhandlungen führen soll.1 Das wird der ehemalige Vizepräsident der Uni Potsdam2, Prof. Grünewald, sein.
  • Die Langfassung des Gutachtens der Lausitzkommission wird demnächst zugänglich sein. Da darin auch Kritik an konkreten Lehrstühlen enthalten ist, haben die betroffenen Professoren die Möglichkeit, Stellungnahmen zu verfassen, die dann dem Gutachten beigefügt werden. Dafür wird noch etwas Zeit benötigt, aber in maximal zehn Tagen soll das Gutachten veröffentlicht werden.

Oberbürgermeister Szymanski betonte, daß wir den Abgeordneten die Tatsache vermitteln müssen, daß die Fragen der Hochschulstruktur in der Lausitz zusammengehören mit der Diskussion der Landeshochschulstruktur (die für Ende des Jahres angesetzt ist). Es ist eigentlich traurig, daß solche Selbstverständlichkeiten den Politikern überhaupt erklärt werden müssen.

Die Studentenvertreter wollen eine Demo in Potsdam organisieren, und eine Volksinitiative starten (dazu sind natürlich viele Unterschriften nötig). Details zu beidem kommen noch.

In einem anschließenden Mittelbautreffen (mit erschreckend geringer Beteiligung) hat ein Kollege noch etwas mehr zur Langfassung des Gutachtens erzählt. Darin ist – im Unterschied zur bisherigen Kurz­fassung – auch mal vom Mittelbau die Rede. Mehrfach wird darauf hingewiesen, daß mehr Stellen, v.a. in der Lehre, nötig seien.3 Manches im Gutachten und den zugrundeliegenden Zahlen4 ist nicht so ganz nachvollziehbar. Ebenfalls keine Überraschung.


  1. Vielleicht hat sie ihre Inkompetenz in Sachen Diskussion und Beteiligung erkannt. []
  2. Noch jemand von der Uni Potsdam! []
  3. Klar, daß das dem Ministerium nicht gefällt, und Fr. Kunst bislang auch kein Wort über eine Aufstockung verloren hat. []
  4. Der Präsident munkelte heute, die kämen aus dem Ministerium, und aktuell waren sie auch nicht. Daß sie nicht von der BTU kamen, ist ja schon länger bekannt. []

Kommentare (2)

  1. Steffen Schwarz (Facebook) 25 ⟨ 23.11.12, 1:58 | #  ⟩

    Über die automatische Kommentar-Weiterleitung solltest du vielleicht nochmal nachdenken 😀

  2. Florian Jenn (Facebook) 228 ⟨ 23.11.12, 3:57 | #  ⟩

    Stimmt, zumindest, wenn ich krank bin… Ich hab's jetzt auf manuell gestellt.

    Und zudem dachte ich, das Problem mit dem Spamfilter würde nicht so lang dauern. 🙁

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